c# pdf reader dll : Delete pages pdf document application Library tool html asp.net web page online sommerfeld-leser-301-part248

Evolution der Technologie
Schon lange notieren wir Menschen, was wir wissen, um es zu 
erhalten und anderen zur Verfügung zu stellen:
30.000 v. Chr.: Höhlenzeichnungen
3000 v. Chr.: Hieroglyphen
1450: Buchdruck
1935: Computer
1965: Hypertext
1982: Internet
1995: Wikis
1998: E-Book-Reader
Die erste Medienrevolution fand etwa im 8. Jahrhundert v. Chr. statt. 
Zu dieser Zeit begann man mit der schriftlichen Fixierung der bis 
dahin mündlich überlieferter Texte. Es war vor allem das Werk 
Homers, das so der Nachwelt erhalten blieb. Eine weitere 
Medienrevolution wurde von Gutenbergs Buchdruck im 15. 
Jahrhundert ausgelöst. Mit seiner Erfindung wurden alte Manuskripte 
vervielfältigt und überfluteten die Renaissance mit der 
Vergangenheit des Altertums und des Mittelalters. In dieser Zeit 
wurde die Zukunft erfunden. Mit Hilfe von gedruckten Büchern 
begann der menschliche Geist zum ersten Mal, sich frei in 
Vergangenheit und Zukunft zu bewegen.
Elektronische Texte waren nicht das, was die frühen 
Computerentwickler im Sinn hatten. In den späten 60er Jahren 
entwickelte Bell Labs ein Betriebssystem, das eine brauchbare 
Textunterstützung lieferte und es ermöglichte, elektronische 
Dokumente zu erstellen und auszudrucken. Das Ergebnis war Unix, 
basierend auf dem ASCII-Code. Bei der Einführung 1963 enthielt die 
Kodierung z.B. noch keine Kleinbuchstaben, dies wurde dann 1967 
nachgeholt, um Buchstaben eine feste Größe zuzuordnen, die es 
Computern erlaubt, alphabetisch zu sortieren. 1971 begann das 
Projekt Gutenberg. In den 80ern bekam der elektronische Text dann 
eine höhere Aufmerksamkeit. Erste Buchtexte im TXT-Format und 
Programme unterstützten Lesen und Suchen im Text, der auf dem 
Bildschirm dargestellt wurde. Adobe Systems entwickelte aus 
PostScript das Format PDF, legte es offen und bot den 
dazugehörigen Acrobat Reader kostenlos zum Download an - ein 
verbreiteter plattform-unabhäniger Quasi-Standard für formatierte 
Daten. Mehrere Verlage experimentierten mit E-Books, unter 
anderem OʼReilly mit ihren Bookshelf-CDs. Diese umfassten ein 
reguläres Buch und eine CD-ROM mit sieben E-Books zu einem 
entsprechenden Thema im HTML-Format.
11
Delete pages pdf document - remove PDF pages in C#.net, ASP.NET, MVC, Ajax, WinForms, WPF
Provides Users with Mature Document Manipulating Function for Deleting PDF Pages
delete page from pdf preview; cut pages out of pdf file
Delete pages pdf document - VB.NET PDF Page Delete Library: remove PDF pages in vb.net, ASP.NET, MVC, Ajax, WinForms, WPF
Visual Basic Sample Codes to Delete PDF Document Page in .NET
delete page from pdf reader; delete page pdf file reader
Erste E-Reader wie das Rocket E-Book und der Softbook Reader 
wurden im Jahr 1998 vorgestellt. Das erste Lesegerät, das E-Ink-
Technologie nutzte, der Sony Librie, erschien 2003. Die Darstellung 
im Display orientiert sich stark am papiernen Text-Vorbild. Das heißt, 
dass die Bildschirme der E-Book-Reader nicht hintergrundbeleuchtet 
sind. Der Amazon Kindle wurde mit großem Presseaufwand 2007 
vorgestellt. Und Nintendo erweiterte seine Konsole Nintendo DS um 
den Bereich E-Books. Mit der „Bibliothek der klassischen Bücher“ 
brachte Nintendo mehr als 100 klassische Werke deutschsprachiger 
Dichter auf kleine Doppelschirme. Das Literaturprogramm wurde 
damit auch zum schlagenden Argument, um bislang quengelnde 
Eltern zum Kauf einer Nintendo-Konsole zu bewegen. Die Krise der 
reinen E-Reader begann mit dem Erfolg von Apples iPad. Die Preise 
von Kindle & Co rauschen im Sommer 2010 drastisch in den Keller. 
Andere Hersteller verzichteten auf die Produktion ihrer neu geplanten 
Geräte und ein Ausverkauf begann. Das erfolgreiche iPad dagegen 
bekommt unzählige Nachahmer.
Teure Lesegeräte, ein hinderliches Rechtemanagement (DRM) und 
eine umständliche Beladung der Geräte – das konnte noch nicht 
wirklich der Durchbruch bei E-Reader sein. Nun erstmals sind, durch 
den Erfolg des iPads, günstige E-Reader unterhalb der 100-Euro-
Schwelle in Sicht. Amazon hat den Preis für das Kindle 2 innerhalb 
eines Jahres schon zum dritten Mal gesenkt. Und mit preiswerten 
Lesegeräten könnten Aggregatoren wie Google oder Microsoft den 
nicht-papiernen Teil des Buchmarktes massiv voranbringen und über 
den Erfolg und Nichterfolg von Werken alleine mit ihrer ihrer 
Suchfunktion entscheiden.
Digitale Ästhetik, erweitert
E-Books haben grundsätzlich eine ganz andere Ästhetik als Bücher. 
Verleger können ihre E-Books mehrwertiger und nutzerfreundlicher 
gestalten.Es wird beispielsweise sehr bald digitale Schulbücher 
geben, die mediale Erlebnisse vermitteln, steuerbar für den Nutzer 
nicht nur beim auswählbaren Schwierigkeitsgrad durch den 
Lernenden.
Bei Rowohlt zirkulieren die ersten Dummys der neu entwickelten E-
Book-Versionen der altehrwürdigen Monografien-Reihe. Es handelt 
sich um so etwas wie eine Mischung aus Buch und Film. So kann 
man etwa in der E-Version der Monografie über Thomas Mann an 
entsprechender Stelle ein bisher kaum bekanntes TV-Interview mit 
Katja Mann sehen, in dem sie von der Entstehung der Novelle „Tod 
in Venedig“ berichtet. In der Einstein-Monografie wird es einen 
eigens produzierten Trickfilm geben, der die Relativitätstheorie 
erklärt. Auch bei einigen anderen Sachbüchern wird daran 
12
C# PDF Page Insert Library: insert pages into PDF file in C#.net
how to merge PDF document files by C# code, how to rotate PDF document page, how to delete PDF page using C# .NET, how to reorganize PDF document pages and how
delete pdf pages; best pdf editor delete pages
C# PDF File & Page Process Library SDK for C#.net, ASP.NET, MVC
Page Process. File: Merge, Append PDF Files. File: Split PDF Document. File: Compress PDF. Page: Create Thumbnails. Page: Insert PDF Pages. Page: Delete Existing
delete pdf pages reader; delete page from pdf file
gearbeitet, das E-Book in eine „enriched version“ zu verwandeln. 
Britische Informatiker haben für das iPad eine interaktive Version des 
Kinderbuchklassikers „Alice im Wunderland“ erstellt. Es sorgte 
international für Aufsehen, weil es mehr ist als ein herkömmliches E-
Book, das nur ein gedrucktes Buch nachahmt.
Vorteile der E-Versionen
Das Arbeiten mit dem digitalen Text wird einfacher und produktiver. 
Die Vorteile sind die Volltextsuche, die Auswahl und die Verknüpfung 
der unterschiedlichsten Inhalte. Ein Nutzer kann so ein ganzes 
Bücherregal an E-Books mit sich führen und jenes auswählen, das 
ihm gerade zusagt, er kann leicht zwischen Büchern hin und her 
wechseln, markieren und teilweise auch versenden. Die 
Schriftgrößen lassen sich oft variabel einstellen. Gute E-Book-
Reader können MP3-Formate wiedergeben und Grafiken (JPEG) 
anzeigen. Zahlreiche Bibliotheken und Universitäten erlauben es, E-
Books an ihre Leser auszuleihen (onleihe.net
).
Im Fachbuch und auch im Schulbuchbereich ist eine Anreicherung 
durch zusätzliche multimediale Inhalte voraussichtlich am 
erfolgreichsten. Wir werden bald die ersten Projekte dieser Verlage 
sehen. Vorbilder dabei könnten neben spannendem Erzählen auch 
Computerspiele oder innovative E-Learning-Modelle sein. Die 
bisherigen Beschränkungen des Textes mit Bildern können damit 
erweitert werden. Zu funktionieren scheint das aber bisher noch 
selten, eher bei Comics, die als eine Art animierter Slideshow auf 
dem iPad lebendiger und intensiver wirken (Marvel etc.). Auch die 
Typografie spielt eine herausragende Rolle. Buchstaben entwickeln 
expressives Potenzial, das ihre verschiedensten Aspekte wie 
Schriftschnitt, Zeichengröße, Farbe, Körperlichkeit, Hintergrundfarbe 
und Geschwindigkeit des Ablaufes einschließt.
Lifestyle-Objekt oder Endgerät mit echtem Mehrwert?
Die Branche zeigte sich optimistisch – nicht nur angesichts der 
wachsenden Zahl von elektronischen Lesegeräten wie Amazons 
Kindle, Sonys E-Reader oder dem der Berliner Firma txtr
und dem 
iPad, auch angesichts der immer größer und besser auflösenden 
Bildschirme von Smartphones. Allein für das iPhone gibt es sehr 
viele Anwendungen für das mobile Lesen. Bereits über 115.000 
Bücher sind für das iPhone verfügbar, die Hälfte davon kostenlos.
Die Berliner Entwicklung txtr bietet ein Konzept, das auch für das 
wissenschaftliche Arbeiten interessant ist: Es gibt die txtr-Community, 
auf der angemeldete Mitglieder an gemeinsamen Projekten arbeiten 
können: So besteht z.B. die Möglichkeit, eigene Texte einzustellen, 
13
C# PDF Page Extract Library: copy, paste, cut PDF pages in C#.net
Create the new document with 3 pages. String outputFilePath = Program.RootPath + "\\" Output.pdf"; newDoc.Save(outputFilePath);
delete a page from a pdf; reader extract pages from pdf
VB.NET PDF Page Insert Library: insert pages into PDF file in vb.
Able to add and insert one or multiple pages to existing adobe PDF document in VB.NET. Add and Insert Multiple PDF Pages to PDF Document Using VB.
delete a page from a pdf reader; cut pages from pdf file
anderen Zugriffsrechte darauf zu erteilen und sich darüber auf der 
txtr-Plattform auszutauschen.
Mit Partnern wie Barnes & Noble und Libri will auch Acer bald einen 
vernetzten E-Book-Reader auf den Markt bringen. Inhalte können 
damit auch ohne Anschluss an einen PC direkt über WLAN oder ein 
optionales UMTS-Modul heruntergeladen werden. Der integrierte 
Browser kann Webseiten auch für das spätere Offline-Lesen 
speichern. Wer unterwegs ein interessantes gedrucktes Buch findet 
und es kaufen oder auf seine Wunschliste packen will, dem bleibt 
durch einen in den Lumiread eingebauten ISBN-Code-Scanner das 
Abtippen des Titels erspart.
Die Zukunft verspricht noch viele weitere spannende Ideen in immer 
besseren Geräten.
14
VB.NET PDF Page Extract Library: copy, paste, cut PDF pages in vb.
' Create the new document with 3 pages. Dim outputFilePath As String = Program.RootPath + "\\" Output.pdf" newDoc.Save(outputFilePath).
delete pages from pdf in reader; delete pages in pdf
C# Word - Delete Word Document Page in C#.NET
Delete Consecutive Pages from Word in C#. How to delete a range of pages from a Word document. How to delete several defined pages from a Word document.
delete pages of pdf preview; delete pdf pages ipad
Wie werden E-Books konsumiert?
Beim Nutzerverhalten stehen Forschung und Studium klar im 
Vordergrund, entsprechend sind Nachschlagewerke und Lehrbücher 
die am häufigsten genutzten E-Books. Elektronische Bücher haben 
einen enormen Aufschwung erlebt: Mittlerweile gehören sie nun 
standardmäßig an allen wissenschaftlichen Bibliotheken und 
größeren Firmen zum fixen Angebot. Noch vor wenigen Jahren war 
diese Entwicklung nicht absehbar.
Nur angesichts des Lesekomforts eines gedruckten Buchs und 
seiner langen Kulturgeschichte existieren bei den Nutzern noch 
Bedenken gegen eine komplette Verlagerung der Informationen ins 
Netz. Wer einen Text von vorn bis hinten konzentriert durcharbeiten 
will, greift dann lieber zum gedruckten Buch. Sehr erfolgreich sind die 
E-Books vor allem im Bereich Fachbuch, wobei die gleichzeitige 
Speicherung mehrerer Bücher auf einem Gerät und die Volltextsuche 
der besondere Vorteil sind.
Das E-Book hat sich im wissenschaftlichen Bereich schon stark 
ausgebreitet – die Möglichkeit, einzelne Kapitel zu erwerben, wird 
sehr geschätzt. Eine internationale Untersuchung legt offen: In 
wissenschaftlichen Institutionen nutzen bereits 73 Prozent der 
Befragten E-Books, vorwiegend zu Recherchezwecken. Ein großer 
Teil der Fachbücher ist bereits als E-Book erhältlich. Sie kosten 
zwischen 1,99 und 25 Euro, durchschnittlich 10,26 Euro.
15
C# PDF metadata Library: add, remove, update PDF metadata in C#.
C#.NET PDF SDK - Edit PDF Document Metadata in C#.NET. Allow C# Developers to Read, Add, Edit, Update and Delete PDF Metadata in .NET Project.
delete pdf pages android; cut pages from pdf
C# PowerPoint - Delete PowerPoint Document Page in C#.NET
C#. How to delete a range of pages from a PowerPoint document. C#. How to delete several defined pages from a PowerPoint document.
delete pages pdf preview; cut pages from pdf online
Das Leseverhalten der nachwachsenden Generation wird sich, 
genau so wie beim Online-Musik-Konsum, schneller und 
grundlegender ändern, als wir bisher annehmen konnten. Ein Grund 
dafür ist die permanente Verfügbarkeit und eine Sucht nach Neuem. 
Anders als beim Sprechen oder Sehen war unser Gehirn 
evolutionsbedingt nie dafür gemacht, zu lesen (Buchtipp: Stanislas 
Dehaene: Lesen).
Beim digitalen Lesen haben wir es normalerweise meist mit kurzen 
Aufmerksamkeitsphasen zu tun, statt mit langen, konzentrierten 
Zeitabschnitten. Erst mit einer tieferen Leseerfahrung, wenn wir uns 
ganz auf den Text einlassen, wenn wir Analogien ziehen, bildet sich 
die Möglichkeit für eigene, neue Ideen und Erkenntnisprozesse. So 
erst lernen wir Informationen zu beurteilen. Es sind oft eigene 
Notizen am Seitenrand der Bücher, die die Grundlage für unsere 
eigenen Gedanken bilden.
Beim digitalen Lesen geht es um Effektivität, Produktivität, Sammeln 
von Information. Gesucht und gefunden werden E-Books in der 
Regel per Suchmaschine (z.B. Google) aber auch im Onlinekatalog 
einer Bibliothek. Typisch dabei ist, dass Studenten eine Vielzahl von 
digitalen Quellen nutzen, die sie rasch überfliegen, um bestimmte 
Informationen für sich herauszufiltern. Anstatt eine lange Zeit damit 
zu verbringen, ein bestimmtes E-Book oder einen Artikel einer 
Online-Fachzeitschrift zu lesen, überfliegen die sie die Seiten und 
springen von einer Quelle zur nächsten. Nur vier Minuten im Schnitt 
blieben sie demnach bei einem bestimmten Angebot und surfen dann 
weiter zu ähnlichen Inhalten. Die Lesegeschwindigkeit aber bleibt 
über 10 Prozent hinter der beim traditionellen Buch zurück.
Spannende E-Texte und Leseerfahrungen wollen natürlich mit 
anderen Lesern ausgetauscht und geteilt werden. Dagegen brechen 
gewohnte Verhaltensweisen ab und ganze Produktgattungen wie 
zum Beispiel das Loseblattwerk oder auch das Lexikon verlieren an 
Bedeutung.
Die neuen Kulturtechniken des Surfens, der Emoticons und von 
„copy and paste“ setzen sich langsam aber sicher gegen die des 
Buchstabierens durch. Und mit zunehmendem Anteil wird das, was 
wir über die Welt wissen, durch Google und Wikipedia vermittelt. 
Wenn junge Leser etwas bei Google nicht finden, gibt es diesen Text 
einfach nicht. Eine Recherche in der Bibliothek scheint unbequem, 
obwohl gerade Bibliotheken auch bei E-Books sehr hilfreich sein 
können.
Der Hauptgrund für die Nichtnutzung von E-Books ist einfach oft 
mangelndes Wissen über ihr Angebot. Hier muss auch der 
16
Buchhandel aktiver werden. Umfragen legen nahe, dass das 
mangelnde Angebot und die hohen Preise, die meist identisch mit 
denen der Printwerke sind, viele interessierte E-Book-Leser 
abschrecken oder sie zur Nutzung von Internet-Tauschbörsen 
animieren, in denen illegal gescannte Bestseller in digitalen 
Formaten zu finden sind.
Der Besitz von Fachmedien wird immer unwichtiger, der permanente 
Zugriff auf Information dagegen wird unersetzlich.
Die Entwicklung von neuen Formaten und Präsentationsformen der 
E-Books wird maßgeblich von den Bedürfnissen der Nutzer gesteuert 
werden. Hier versuchen sich neue Firmen wie PaperC, Medizinportal 
DocCheck, Liviato, oder Textunes. Für Textunes liegt die Zukunft des 
Mobil-Publishing dabei eher noch im Handy-Format. 
Die E-Reader Software Bilio erlaubt es, Bücher mit multimedialen 
Inhalten oder auch Webinhalten zu präsentieren. Gleichzeitig enthält 
die Software wie Apples iTunes einen Buchladen. Hier wird es eine 
3D-Sicht des Buches geben.
Flat World Knowledge ist ein Internetportal, auf dem Dozenten ihre 
Lehrbücher mit vorhandenen, aber auch eigenen Inhalten erstellen 
können. Studenten können auf diese Lehrwerke in ihrem virtuellen 
Arbeitsplatz zugreifen – und zwar kostenlos. Zusatzservices wie ein 
Ausdruck kosten Geld.
Und das sind nur einige Beispiele einer Zukunft, die gerade erst 
begonnen hat.
Neuer Player: Apples iPad
Apples iPad mit dem Vorteil von Print und Internet verändert derweil 
die Medienlandschaft. Gerade die Integration animierter Illustrationen 
kann eine schnellere und intensivere Informationsverarbeitung 
ermöglichen. Das iPad etabliert so eine neue leicht zu handhabende 
Geräteklasse zwischen Smartphone, Netbook und E-Reader. Es 
fördert die Entwicklung neuer Buchtypen oder Medienformate und 
soll auch der Kostenlos-Kultur im Netz ein Ende bereiten.
Ich erlebe es ja an mir: Für Infotainment und digitale Unterhaltung 
zahlt der Nutzer gerne, der Erfolg von iTunes beweist es. Andere 
Internet-Inhalte und Nachrichten werden dagegen wohl weiterhin 
kostenlos bleiben. Aber gezielte, optisch ansprechende (Fach-) 
Informationen könnten dagegen schon Einnahmen generieren. 
Somit gelten die Tablet-Computer allgemein als neue Hoffnung für 
die Medien- und Buchindustrie. Mit ihnen soll auch eine intensivere 
visuelle Art des Erzählens möglich werden. Eine wunderbare App für 
17
das iPad ist Flipboard. Die kostenlose iPad-App zapft den privaten 
Freundes-Nachrichtenstrom von Twitter, Facebook, Blogs und RSS-
Feeds an und präsentiert uns alles als digitales News-Magazin. Das 
Gefühl, das sich beim Blättern einstellt, ist höchst angenehm. Schon 
allein die Titelseite sieht sehr einladend aus und alle privaten Bilder 
und Links sind in einem zweispaltigen Layout dargestellt. Alles, wofür 
man mühsam externe Webseiten aufrufen musste, ist bei Flipboard 
nur einen Fingertipp entfernt. Cooliris, eine Firma, die sich auf die 
Entwicklung der Visualisierung von Inhalten in 3D spezialisiert hat, 
hat gerade mit dem neuesten App-Projekt “Discover” die Wikipedia-
Inhalte in einem Magazin-Layout auf das iPad gebracht. 
Geeignet sind Apps auch für den Einsatz im Marketing: Wer bisher 
Papier-Kataloge mochte, der wird noch mehr einen komfortablen, 
blätterbaren Katalog auf dem iPad mögen. Und belletristische Texte 
können mit relativ geringem Aufwand für das iPad verfügbar gemacht 
werden. Bisher ist die Auswahl an englischen Titeln noch weit größer 
als die der deutschsprachigen. Apples iBooks hat ein Englisch-
Nachschlagewerk integriert, es muss jedoch, wie viele andere 
hilfreiche Apps auch, erst vom Shop heruntergeladen werden.
Apple integriert außerdem den gesamten Katalog des Projekts 
Gutenberg. Hier gibt es die 30.000 E-Books, deren Lizenzen 
abgelaufen und die vergriffen sind. Hinzu kommen weitere 
kostenpflichtige Bücher. Schon heute führen E-Books vor Spielen 
das Angebot im App Store an.
DRM-geschützte ePUB-Titel außerhalb von Apples iTunes werden 
von iBooks leider bisher nicht angezeigt. So können viele Titel der 
Branchenplattform Libreka oder Textunes so nicht gelesen werden.
Als beste Reader-Alternative zu iBooks gilt die Anwendung Stanza. 
Sie unterstützt zahlreiche Formate, darunter auch ePUB und PDF. Ist 
die URL einer ePUB-Datei bekannt, so hat Stanza den Vorteil, dass 
man sie dort auch direkt ohne iTunes herunterladen kann.
Mit Stanza Desktop lassen sich die Werke aber auch auf Rechnern 
mit Windows oder Mac OS X gut betrachten. Jedes geöffnete Buch 
erscheint in einem eigenen Fenster, das sich mit verschiedenen 
Layouts anpassen lässt. Schriftart, Schriftgröße und Farbe können 
im Handumdrehen angepasst werden. Außerdem tauscht das 
Programm bei Bedarf Hintergrund- und Schriftfarbe.
18
Plattformen und Anbieter
Im deutschsprachigen Raum gibt es im B2C-Bereich zurzeit nur 
wenig große E-Book-Anbieter: Libreka, ciando, beam, Digitallesen, 
txtr sowie Libri. Alle bieten sowohl Fachbücher als auch Belletristik 
an. Dazu kommen Google mit Google Editons und Apple mit dem 
iBook Store für iPad, iPhone und iPod touch.
Libreka
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat libreka 
(www.libreka.de
), eine Plattform zum Vertrieb von E-Books, 
bereitgestellt. Libreka will eine zentrale Schnittstelle für die 
Speicherung, Archivierung, Suche und den Verkauf von digitalen 
Büchern werden. Ein Marktplatz für das neue Medium E-Book, der 
leider wohl weder technisch noch konzeptionell - und so wie er sich 
bisher präsentiert keine grosse Überlebenschance hat.
Libri und Ciando
Ein Shop-System bieten auch Libri und Ciando. Voraussetzung 
hierfür ist allerdings, dass bereits eine eigene Internetpräsenz 
besteht. Der Händler integriert nach Vertragsabschluss einen Online-
Shop auf der Buchhandels-Website, die optisch angepasst werden 
kann. Die gesamte Abwicklung des Auftrags wird vom Dienstleister 
übernommen. Ausarbeitung des Sortiments, Aneignen des nötigen 
Know-hows und zusätzliche zeitliche Belastungen werden dem 
Buchhändler somit abgenommen – dem gegenüber stehen die 
Kosten für diesen Dienst.
Google Editions
Natürlich will auch Google seine Nutzer unabhängig vom Endgerät 
mit digitalen Buch-Inhalten erreichen. Google Editions soll ein 
kostenloses Angebot für Verlage sein, Bücher online zu vermarkten 
und zu verkaufen. Shops können ihr Sortiment damit erweitern, 
stationäre Buchhandlungen mit angeschlossenem Online-Shop die 
Google-Vorschau zur Steigerung ihrer Abverkäufe nutzen. Bei den 
Google Editions sollen die Käufer die Möglichkeit haben, vor dem 
Kauf wie bei Book Search ins Buch zu sehen. Der „Kauf“ ist 
allerdings nur ein Zugang zum Buch: Ein echter Download findet 
nicht statt, das Buch verbleibt im Netz und wird lokal nur temporär 
gespeichert. Langfristig wird Google Editions auch eine Kombination 
aus E-Book und physischem Buch anbieten.
19
Safari Books Online
Safari Books Online wiederum ist eine digitale, durchsuchbare On-
Demand-Bibliothek mit Zugriff auf den vollständigen Inhalt von 
Tausenden von Büchern, Manuskripten, Vorveröffentlichenden von 
weltweit führenden Autoren und Verlagen. Initiiert hat sie der 
OʻReilly-Verlag. Für eine geringe monatliche Gebühr hat der Nutzer 
online Zugriff auch auf Schulungsvideos über Technik, Design und 
Business-Themen von über 40 Verlagen, darunter O'Reilly Media, 
Addison-Wesley, Prentice-Hall, Microsoft-Press, Cisco-Press, 
Peachpit-Press, Adobe-Press, Apress, Manning und mehr. Der Weg 
dorthin führt z.B. auch über www.informit.de
. Auch in Frankreich ist 
O'Reillys Modell mit anderen Verlagen recht erfolgreich: 
librairie.immateriel.fr
Nicht nur Tim O'Reilly fürchtet eine Krieg der Plattformen wie Google, 
Facebook oder Apple, die sich abschotten, um die anderen zu 
verdrängen.
Content Aggregatoren
Das Modell der digitalen Zwischenhändler oder Aggregatoren hat 
sich bereits in der Musikbranche durchgesetzt. Im Bereich der 
Auslieferung von digitalen Medien (MP3) hat man hier fast zehn 
Jahre Vorsprung vor der Buchbranche. Man kann einzelne 
Musikstücke erwerben und neue Modelle (Simfy) erlauben auch ein 
Abomodell per Streamingdienst. Gegen eine monatliche Gebühr 
kann man dort auf ein gigantisches Online-Musikarchiv zugreifen, 
ohne dass die Dateien auf dem eigenen Gerät landen. Störend daran 
ist in Deutschland bisher noch die hohe GEMA-Gebühr. Mit seinen 
Freunden teilen kann man eigene Playlisten, auch via Facebook.
Die spannende Frage: Wer bietet das optimale Erlebnis in unserer 
begrenzten mobilen Zeit?
20
Documents you may be interested
Documents you may be interested