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[ Version 1.5 ]   11-9
11.2.1 Magnetbänder
Dagmar Ullrich
Abstract
Magnetbänder speichern Daten auf einem entsprechend beschichteten Kunst-
stoffband. Dabei können zwei unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden, 
das Linear-Verfahren oder das Schrägspur-Verfahren. Gängige Bandtechnolo-
gien verfügen über Funktionen zur Datenkompression und Kontrollverfahren 
zur Sicherung der Datenintegrität. Die wichtigsten aktuellen Bandtechnologien 
werden im Überblick vorgestellt. Als Lesegeräte können Einzellaufwerke, auto-
matische Bandwechsler oder umfangreiche Magnetband-Bibliotheken dienen. 
Verschleiß der Magnetbänder und damit ihre Lebensdauer hängen von der Nut-
zungsweise und Laufwerksbeschaffenheit ab und fallen daher unterschiedlich 
aus. Die Haltbarkeit hängt darüber hinaus von der sachgerechten Lagerung ab. 
Regelmäßige Fehlerkontrollen und -korrekturen sind für einen zuverlässigen 
Betrieb erforderlich. Magnetbänder eignen sich für die langfristige Speicherung 
von Datenobjekten, auf die kein schneller oder häufiger Zugriff erfolgt, oder 
für zusätzliche Sicherungskopien. 
Gliederung
Funktionsweise von Magnetbändern
Übersicht der wichtigsten Bandtechnologien
Einzellaufwerke und Bandbibliotheken
Verschleiß und Lebensdauer von Magnetbändern und Laufwerken
Magnetbänder in der Langzeitarchivierung
Funktionsweise von Magnetbändern
Die Datenspeicherung erfolgt durch Magnetisierung eines entsprechend be-
schichteten Kunststoffbandes. Dabei können zwei unterschiedliche Verfahren 
eingesetzt werden: das Linear-Verfahren und das Schrägspur-Verfahren. Beim 
11 Hardware
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nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
11-10
Linear-Verfahren wird auf parallel über die gesamte Bandlänge verlaufende Spu-
ren nacheinander geschrieben. Dabei wird das Band bis zum Ende einer Spur in 
eine Richtung unter dem Magnetkopf vorbeibewegt. Ist das Ende des Bandes 
erreicht, ändert sich die Richtung, und die nächste Spur wird bearbeitet. Dieses 
Verfahren wird auch lineare Serpentinenaufzeichnung genannt. Beim Schräg-
spur-Verfahren (Helical Scan) dagegen verlaufen die Spuren nicht parallel zum 
Band, sondern schräg von einer Kante zur anderen. Der rotierende Magnet-
kopf steht bei diesem Verfahren schräg zum Band. Die wichtigsten Bandtech-
nologien, die auf dem Linear-Verfahren beruhen, sind „Linear Tape Open“ 
(LTO), „Digital Linear Tape (DLT), die Nachfolgetechnologie Super-DLT und 
„Advanced Digital Recording“ (ADR). Für das Schrägspurverfahren können 
als wichtigste Vertreter „Advanced Intelligent Tape“ (AIT), Mammoth-Tapes, 
„Digital Audio Tapes“ (DAT) und „Digital Tape Format“ (DTF) genannt wer-
den. Die jeweiligen Technologien nutzen verschiedene Bandbreiten. Gängige 
Bandformate sind 4 mm, 8 mm, ¼ Zoll (6,2 mm) und ½ Zoll (12,5 mm). Die 
Kapazitäten liegen im Gigabyte-Bereich mit aktuellen Maximalwerten bei bis 
zu 1,6 Terabyte (LTO4, mit Datenkompression). Ebenso wie die Bandkapazität 
hat sich auch die erreichbare Transferrate in den letzten Jahren stark erhöht. 
Die meisten Bandtechnologien nutzen Datenkompressionsverfahren, um die 
Kapazität und die Geschwindigkeit zusätzlich zu steigern. Diese Entwicklung 
wird durch  den  Konkurrenzdruck immer preiswerteren Festplattenspeichers 
gefördert. Zur Sicherung der Datenintegrität verfügen die meisten Bandtech-
nologien über Kontrollverfahren, die sowohl beim Schreiben als auch bei jedem 
Lesezugriff  eingesetzt werden.
Übersicht der wichtigsten Bandtechnologien
Die nachstehende Tabelle listet die oben genannten Technologien im Über-
blick.
8
Es wurden bewusst auch auslaufende Technologien in die Tabelle auf-
genommen (ADR, DTF). Das hat drei Gründe: Erstens werden diese Techno-
logien noch vielerorts eingesetzt, zweitens erlauben die älteren Angaben eine 
anschauliche Darstellung des Kapazitäts- und Performance-Wachstums in den 
letzten Jahren und drittens zeigt sich hier, wie schnell Bandtechnologien veral-
tern und vom Markt verschwinden, auch wenn die Medien selbst eine wesent-
lich längere Lebensdauer haben.
8  Die Tabelle wurde entnommen und modifiziert aus: Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche 
Verwaltung e.V. (AWV) (2003): Speichern, Sichern und Archivieren auf Bandtechnologien. Eine ak-
tuelle Übersicht zu Sicherheit, Haltbarkeit und Beschaffenheit. Eschborn: AWV-Eigenverlag. S. 71. 
Wo erforderlich, sind die Angaben über die Webseiten der Hersteller aktualisiert worden.
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[ Version 1.5 ]   11-11
Tech-
nologie 
Aktuelle
Version
Kapazi-
tät ohne 
Kom-
pres-
sion 
Trans-
ferrate 
(MB/
sec)
Ver-
fahren
Band-
for-
mat
Weiterführen-
de  
Informationen 
[18.08.2007]
ADR
ADR 2
60 GB
4
Linear 8 mm
www.spei-
cherguide.de
AIT
AIT-4
200 GB
24
Helical 
Scan
8 mm
www.aittape.com
DAT
DAT-72 36 GB
Helical 
Scan
4 mm
www.dat-
mgm.com
DLT
DLT-V4 160 GB
10
Linear ½ Zoll www.dlttape.com
DTF
DTF-2
200 GB
24 
Helical 
Scan
½ Zoll www.spei-
cherguide.de
LTO-
Ultrium
LTO-4
8400 GB 160
Linear ½ Zoll www.lto.org
Mam-
moth
M2
40 GB
12
Helical 
Scan
8 mm
www.spei-
cherguide.de
S-DLT
SDLT 
600A
300 GB
36 
Linear ½ Zoll www.dlttape.com
Zu ADR siehe . Zu DTF siehe 10. Zu Mammoth siehe 11.
Einzellaufwerke und Bandbibliotheken
Magnetbänder  werden  für Schreib- und Lesevorgänge in ihre zugehörigen 
Bandlaufwerke  eingelegt.  Bei  kleineren  Unternehmen  werden  in  der  Regel 
Einzellaufwerke eingesetzt. Sie werden im Bedarfsfall direkt an einen Rechner 
9  Die Herstellerfirma OnStream hat 2003 Konkurs anmelden müssen, sodass die Fortführung 
dieser Technologie unklar ist.
10  Die DTF-Technologie wird seit 2004 nicht fortgeführt.
11  Die Herstellerfirma Exabyte wurde 2006 von Tandberg Data übernommen. Seitdem wird 
das Mammoth-Format nicht weiterentwickelt.
11 Hardware
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nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
11-12
angeschlossen und das Einlegen des Bandes erfolgt manuell. Bei steigender Da-
tenmenge und Rechnerzahl kommen automatische Bandwechsler zum Einsatz. 
Diese Erweiterungen können beliebig skalierbar zu umfangreichen Bandrobo-
ter-Systemen (Bandbibliotheken) ausgebaut werden, die über eine Vielzahl von 
Laufwerken und Bandstellplätzen verfügen. Solche Bandbibliotheken erreichen 
Ausbaustufen im Petabyte-Bereich. 
Verschleiß  und  Lebensdauer  von  Magnetbändern  und 
Laufwerken
Die Lebensdauer von Magnetbändern wird üblicherweise mit 2 - 30 Jahre an-
gegeben. Die Autoren von „Speichern, Sichern und Archivieren auf Bandtech-
nologie“ geben sogar eine geschätzte Lebensdauer von mindestens 30 Jahren 
an:
Für die magnetische Datenspeicherung mit einer 50-jährigen Erfahrung im 
Einsatz als Massenspeicher kann man sicherlich heute mit Rückblick auf die 
Vergangenheit unter kontrollierten Bedingungen eine Lebensdauerschätzung 
von mindestens 30 Jahren gewährleisten.
12
Die große Spannbreite der Schätzungen erklärt sich durch die unterschied-
lichen Bandtechnologien. Auch äußere Faktoren wie Lagerbedingungen und 
Nutzungszyklen spielen eine wesentliche Rolle für die Haltbarkeit. Da Magnet-
bänder stets ein passendes Laufwerk benötigen, hängt ihre Lebensdauer auch 
von der Verfügbarkeit eines funktionstüchtigen Laufwerks ab. Ein schadhaftes 
Laufwerk kann ein völlig intaktes Band komplett zerstören und somit zu einem 
Totalverlust der gespeicherten Daten führen. Magnetbänder sollten kühl, tro-
cken und staubfrei gelagert werden. Nach einem Transport oder anderweitiger 
Zwischenlagerung sollten sie vor Einsatz mind. 24 Stunden akklimatisiert wer-
den. Neben der Lagerung spielt der Einsatzbereich eines Magnetbandes mit 
der daraus resultierenden Anzahl an Schreib- und Lesevorgängen eine Rolle. Je 
nach Bandtechnologie und Materialqualität ist der Verschleiß beim Lesen oder 
Beschreiben eines Tapes unterschiedlich hoch.  Auch der Verlauf von Lese- 
oder Schreibvorgängen beeinflusst die Haltbarkeit der Bänder und Laufwerke. 
Werden kleine Dateneinheiten im Start-Stopp-Verfahren auf das Magnetband 
geschrieben, mindert  das  nicht  nur  Speicherkapazität und  Geschwindigkeit, 
sondern stellt auch eine wesentlich höhere mechanische Beanspruchung von 
12  Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV) (2003): Speichern, Sichern und 
Archivieren auf Bandtechnologien. Eine aktuelle Übersicht zu Sicherheit, Haltbarkeit und Beschaffenheit. 
Eschborn: AWV-Eigenverlag. S.85
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call our image redaction API to redact PDF images. as text redaction, you can specify custom text to appear How to Erase PDF Images in .NET Using C# Class Code.
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[ Version 1.5 ]   11-13
Bändern und Laufwerken dar. Aus diesem Grund bieten neuere Technologien 
eine anpassbare Bandgeschwindigkeit (ADR) oder den Einsatz von Zwischen-
puffern. Laufwerke die einen ununterbrochenen Datenfluss ermöglichen, wer-
den auch Streamer, die Zugriffsart als Streaming Mode bezeichnet. 
Da den  Lebensdauerangaben von   Herstellern  bestimmte  Lagerungs- und 
Nutzungsvoraussetzungen zugrunde liegen, sollte man sich auf diese Angaben 
nicht ohne weiteres verlassen. Eine  regelmäßige Überprüfung der Funktions-
tüchtigkeit von Bändern und Laufwerken ist in jedem Fall ratsam. Einige Band-
technologien bringen Funktionen zur Ermittlung von Fehlerraten bei Lesevor-
gängen und interne Korrekturmechanismen mit. Aus diesen Angaben können 
Fehlerstatistiken erstellt werden, die ein rechtzeitiges Auswechseln von Medien 
und Hardware ermöglichen.  
Trotz der verhältnismäßig langen Lebensdauer von Magnetbändern und deren 
Laufwerken sollte nicht übersehen werden, dass die eingesetzten Technologien 
oft wesentlich kürzere Lebenszyklen haben. Wie bereits oben aus der Tabelle 
hervorgeht, verschwinden Hersteller vom Markt oder die Weiterentwicklung 
einer Produktfamile wird aus anderen Gründen eingestellt. Zwar wird übli-
cherweise die Wartung vorhandener Systeme angeboten, oft aber mit zeitlicher 
Begrenzung. Aber auch bei der Weiterentwicklung einer Produktfamilie ist die 
Kompatibilität  von  einer  Generation  zur  nächsten  nicht  selbstverständlich. 
Nicht selten können z.B. Laufwerke einer neuen Generation ältere Bänder zwar 
lesen, aber nicht mehr beschreiben. Das technische Konzept für die Datenar-
chivierung des Bundesarchivs sieht daher folgendes vor:
Es sollen nur Datenträger verwendet werden, für die internationale Standards 
gelten, die am Markt eine ausgesprochen weite Verbreitung haben, als haltbar 
gelten und daher auch in anderen Nationalarchiven und Forschungseinrich-
tungen eingesetzt werden. Mit diesen Grundsätzen soll das Risiko minimiert 
werden, dass der gewählte Archiv-Datenträger vom Markt verschwindet bzw. 
überraschend von einem Hersteller nicht mehr produziert wird und nicht mehr 
gelesen werden kann, weil die Laufwerke nicht mehr verfügbar sind.
13
Magnetbänder in der Langzeitarchivierung
Magnetbänder sind durch ihre vergleichsweise lange Haltbarkeit für die Lang-
zeitarchivierung digitaler Datenbestände gut geeignet. Dies gilt allerdings nur 
dann, wenn die Daten in dem gespeicherten Format lange unverändert auf-
13  Rathje, Ulf (2002): Technisches Konzept für die Datenarchivierung im Bundesarchiv. In: Der Archivar, 
H. 2, Jahrgang 55, S.117-120. (Zitat S. 119). 
11 Hardware
How to C#: Special Effects
Erase. Set the image to current background color, the background color can be set by:ImageProcess.BackgroundColor = Color.Red. Encipher.
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Customize, Process Image in .NET Winforms| Online Tutorials
Include crop, merge, paste images; Support for image & documents rotation; Edit images & documents using Erase Rectangle & Merge Block function;
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nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
11-14
bewahrt werden sollen und die Zugriffzahlen eher gering ausfallen. Sind hohe 
Zugriffszahlen zu erwarten oder  ein  kurzer  Formatmigrationszyklus  sollten 
Bänder in Kombination mit schnellen Medien wie Festplatten zum Speichern 
von Sicherungskopien eingesetzt werden.  
Literatur
Arbeitsgemeinschaft  für  wirtschaftliche  Verwaltung  e.V.  (AWV)  (2003): 
Speichern, Sichern und  Archivieren auf  Bandtechnologien.  Eine  aktu-
elle Übersicht zu Sicherheit, Haltbarkeit und Beschaffenheit. Eschborn: 
AWV-Eigenverlag. 
Rathje, Ulf (2002): Technisches Konzept für die Datenarchivierung im Bun-
desarchiv. In: Der Archivar, H. 2, Jahrgang 55, S.117-120.
.NET Imaging Processing SDK | Process, Manipulate Images
Provide basic transformation functions, like Crop, Rotate, Resize, Flip and more; Basic image edit function support, such as Erase Rectangle, Merge Block, etc.
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[ Version 1.5 ]   11-15
11.2.2 Festplatten
Dagmar Ullrich
Abstract
Festplatten  sind  magnetische Speichermedien.  Sie  speichern Daten  mittels 
eines Schreib-/Lesekopfes, der über drehenden Platten direkt positioniert wird. 
Die wichtigsten Speicherbusse (S)-ATA, SCSI, SAS und Fibre Channel werden 
vorgestellt. Festplatten können einzeln oder im Verbund als Speichersubsyste-
me genutzt werden. Unterschiedliche Speicherkomponenten können komplexe 
Speichernetzwerke bilden. Die Lebensdauer von Festplatten wird üblicherwei-
se zwischen 3 und 10 Jahren geschätzt. Umgebungseinflüsse wie magnetische 
Felder, Stöße oder Vibrationen, aber auch Betriebstemperatur und Nutzungs-
zyklen beeinflussen die Haltbarkeit von Festplatten. Festplatten eignen sich für 
Kurzzeitarchivierung bzw. in Kombination mit anderen Medien zur Verbesse-
rung von Zugriffszeiten. Für eine revisionssichere Archivierung kommen sie in 
„Content Addressed Storage-Systemen“ zum Einsatz, die über Inhalts-Hashes 
die Datenauthentizität sicherstellen.
Gliederung
Funktionsweise und Speicherbusse 
Einzelfestplatten und Festplattensubsysteme
Ausfallursachen und Lebensdauer von Festplatten
Festplatten in der Langzeitarchivierung
Revisionssichere Archivierung mit Content Addressed Storage-Systemen
(CAS)
Funktionsweise und Speicherbusse
Festplatten speichern Daten durch ein magnetisches Aufzeichnungsverfahren. 
Die Daten werden im direkten Zugriff (random access) von einem positio-
11 Hardware
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
11-16
nierbaren Schreib-/Lesekopf auf die rotierenden Plattenoberflächen geschrie-
ben bzw. von dort gelesen. Festplatten können beliebig oft beschrieben und 
gelesen werden. Die aktuelle Maximalkapazität einer einzelnen Festplatte liegt 
bei einem Terabyte. Festplatten zeichnen sich gegenüber sequentiellen Medien 
wie Magnetbändern durch schnellen Zugriff auf die benötigten Informations-
blöcke aus. Die Zugriffsgeschwindigkeit einer Festplatte hängt vor allem von 
der Positionierzeit des Schreib-/Lesekopfes, der Umdrehungsgeschwindigkeit 
der Platten und der Übertragungsrate, mit der die Daten von/zur Platte über-
tragen werden, ab. Die Übertragungsrate wird wesentlich von der Wahl des 
Speicherbusses, der Anbindung der Festplatte an den Systembus, bestimmt. Die 
Speicherbusse lassen sich in parallele und serielle Busse unterscheiden. Die Ent-
wicklung paralleler Busse ist rückläufig, da bei zunehmender Übertragungsrate 
die Synchronisation der Datenflüsse immer schwieriger wird. Die wichtigsten 
Standards für Speicherbusse sind: „Advanced Technology-Attachment“ (ATA). 
Dieser ursprünglich parallele Bus wird heute fast ausschließlich seriell als S-
ATA eingesetzt. „Small Computer Systems Interface“ (SCSI) wurde ebenfalls 
ursprünglich als paralleler Bus entwickelt und wird heute vorwiegend seriell als 
Serial-Attached-SCSI (SAS) betrieben. Dieses Bussystem zeichnet sich durch 
hohe Übertragungsraten und einfache Konfiguration aus. Fibre Channel
14
(FC) 
ist ein originär serieller Bus. Er ermöglicht die Hochgeschwindigkeitsübertra-
gung großer Datenmengen und die Verbindung von Speicherkomponenten mit 
unterschiedlichen Schnittstellen. Er kommt daher hauptsächlich bei größeren 
Speichersubsystemen oder komplexen Speichernetzwerken zum Einsatz. 
Festplatten werden häufig nach ihren Schnittstellen als (S-)ATA-, SCSI- oder 
SAS-Platten bezeichnet. SCSI- oder SAS-Platten bieten schnelle Zugriffszeiten, 
sind jedoch im Vergleich zu S-ATA-Platten teuer. S-ATA-Platten dienen vor-
wiegend dem Speichern großer Datenmengen mit weniger hohen Zugriffsan-
forderungen. Die ursprünglich aus dem Notebook-Umfeld stammende, heu-
te zunehmend aber auch als mobiles Speichermedium z.B. für Backup-Zwe-
cke eingesetzte USB-Platte basiert derzeit intern meist  auf  einer Platte mit 
(S)-ATA-Schnittstelle. 
Einzelfestplatten und Festplattensubsysteme
Festplatten können intern in PCs oder Servern eingebaut oder auch als ex-
tern angeschlossener Datenspeicher eingesetzt werden. Die Kapazität einzelner 
14  Die Bezeichnung Fibre  Channel  kann  insofern  irreführend sein,  als dass dieser  serielle 
Speicherbus sowohl mit Glasfaser als auch mittels herkömmlicher Kupferkabel umgesetzt 
werden kann.
[ Version 1.5 ]   11-17
Platten kann durch ihren Zusammenschluss zu Speichersubsystemen (Disk-Ar-
rays) bis in den Petabyte-Bereich
15
erweitert werden. Solche Speichersubsysteme 
werden meist als RAID-Systeme bezeichnet. RAID steht für „Redundant Array 
of Independent
16
Disks. “Redundant” weist hier auf den wichtigsten Einssatz-
zweck dieser Systeme hin: Der Zusammenschluss von Einzelplatten dient nicht 
nur der Kapazitätserweiterung, sondern vorwiegend der verbesserten Ausfall-
sicherheit und Verfügbarkeit. Die Platten in RAID-Systemen können so kon-
figuriert werden, dass bei Ausfall einzelner Platten die betroffenen Daten über 
die verbliebenen Platten im laufenden Betrieb rekonstruiert werden können. 
In RAID-Systemen kommen üblicherweise SCSI-Platten zum Einsatz. Zuneh-
mend werden aus Kostengründen auch (S-)ATA-Platten eingesetzt, wobei das 
Subsystem selbst über SCSI oder FC mit dem Speichernetzwerk verbunden 
wird. Interessant mit Blick auf ihre Langlebigkeit sind die verhältnismäßig neu-
en MAID-Systeme. MAID steht für „Massive Array of Idle Disks“. Im Unter-
schied zu herkömmlichen Festplatten-RAIDs sind die Platten dieser Speicher-
Arrays nicht konstant drehend, sondern werden nur im Bedarfsfall aktiviert. 
Dies mindert den Verschleiß ebenso wie Stromverbrauch und Wärmeentwick-
lung, kann aber zu Einbußen in der Zugriffsgeschwindigkeit führen.
Ausfallursachen und Lebensdauer von Festplatten
Die Lebensdauer von Festplatten wird sehr unterschiedlich eingeschätzt. Zu-
meist wird eine  Lebensdauer zwischen 3 und 10 Jahren angenommen. Es finden 
sich jedoch auch wesentlich höhere Angaben von bis zu 30 Jahren. In der Regel 
werden als Haupteinflüsse die Betriebstemperatur und der mechanische Ver-
schleiß angesehen. Die übliche Betriebstemperatur sollte bei 30°-45°C liegen, 
zu hohe, aber auch sehr niedrige Temperaturen können der Festplatte schaden. 
Ein mechanischer Verschleiß ist bei allen beweglichen Teilen möglich. So sind 
die Lager der drehenden Platten und der bewegliche Schreib-/Lesekopf bei ho-
hen Zugriffszahlen verschleißgefährdet. Die Gefahr, dass Platten durch lange 
Ruhezeiten beschädigt werden („sticky disk“), ist bei modernen Platten deutlich 
verringert worden. Zwei Risiken sind bei Festplatten besonders ernst zu neh-
men, da sie einen Totalverlust der Daten bedeuten können: zum einen der so 
15  Die Bezeichnung Fibre  Channel  kann  insofern  irreführend sein,  als dass dieser  serielle 
Speicherbus sowohl mit Glasfaser als auch mittels herkömmlicher Kupferkabel umgesetzt 
werden kann.
16  Da RAID-Systeme die Möglichkeit bieten, auch preiswerte Festplatten mit hoher Ausfallsi-
cherheit zu betreiben, wird das „I“ in RAID auch mit „inexpensive“ übersetzt.
11 Hardware
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
11-18
genannte Head-Crash. Ein Head-Crash bedeutet, dass der Schreib-/Lesekopf 
die drehenden Platten berührt und dabei die Plattenbeschichtung zerstört. Zum 
anderen können umgebende Magnetfelder die magnetischen Aufzeichnungen 
schädigen. Festplatten sollten daher in einer Umgebung aufbewahrt werden, die 
keine magnetischen Felder aufweist, gleichmäßig temperiert ist und die Platte 
keinen unnötigen Stößen oder sonstigen physischen Beeinträchtigungen aus-
setzt. In welchem Maße die unterschiedlichen Einflüsse die Lebensdauer von 
Festplatten beeinträchtigen, wird üblicherweise durch Extrapolation von La-
bortests festgelegt. Hieraus resultieren die Herstellerangaben zu Lebensdauer 
und Garantiezeiten. Die Lebensdauer einer Festplatte wird üblicherweise mit 
„mean time before failure“ (MTBF) angegeben. Diese Angabe legt die Stun-
den fest, die eine Platte betrieben werden kann, bevor Fehler zu erwarten sind. 
Die Betriebsdauer sollte sich jedoch nicht nur an der MTBF ausrichten, da im 
Produktivbetrieb oft deutliche Abweichungen von diesen Werten feststellbar 
sind. Es empfiehlt sich stets auch der Einsatz und die Weiterentwicklung von 
Überwachungssoftware.
Festplatten in der Langzeitarchivierung 
Welche Rolle kann ein Medium, dem eine durchschnittliche Lebensdauer von 
5 Jahren zugesprochen wird, für die Langzeitarchivierung von digitalen Da-
tenbeständen spielen? Als  Trägermedium zur langfristigen Speicherung  von 
Daten sind langlebigere Medien wie Magnetbänder nicht nur aufgrund ihrer 
Lebensdauer, sondern auch aus Kostengründen in der Regel besser geeignet. 
Festplatten können aber in zwei möglichen Szenarien auch für Langzeitarchi-
vierungszwecke sinnvoll sein. Zum einen können sie die Zugriffszeiten auf Ar-
chivinhalte deutlich verbessern, wenn sie in Kombination mit anderen Medien 
in einem hierarchischen Speichermanagement eingesetzt werden. Zum anderen 
können beispielsweise Formatmigrationen schon nach kurzer Zeit für einen 
Teil der Archivobjekte erforderlich werden. In diesem Fall ist eine langfristige 
Speicherung der Dateien gar nicht erforderlich, sondern viel eher deren zeit-
nahes Auslesen und Wiedereinstellen nach erfolgter Formataktualisierung. Die 
veralteten Originalversionen können dann auf ein langlebiges Medium ausge-
lagert werden. Für die jeweils aktuellen Versionen jedoch, die möglicherweise 
einen kurzen Formatmigrationszyklus haben, kann eine Festplatte ein durchaus 
geeignetes Trägermedium sein.  
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