pdf reader library c# : How to delete text from pdf with acrobat SDK Library service wpf asp.net azure dnn nestor-handbuch28-part927

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mate meiden, deren technischer Aufbau nicht veröffentlicht wurde (proprietäre 
Formate), da dann der Zugriff auf die für die Langzeitarchivierung wichtigen 
technischen Informationen kompliziert ist. 
Ein  Beispiel  für  ein  offenes  Dokumentformat  ist  das  „Open  Document 
Format“ (ODF). Der gesamte Aufbau einer ODF-Datei ist öffentlich doku-
mentiert. Eine  Datei besteht  im  wesentlichen  aus mehreren komprimierten 
XML-Dateien, die alle mit dem Zeichensatz UTF-8 gespeichert wurden. Die 
von ODF-Dateien verwendeten Schriftsätze sind kompatibel zu UTF-8 und in 
den XML-Dateien angegeben. Sollte eine ODF-Textdatei im Archiv mit den 
vorhandenen technischen Mitteln nicht mehr darstellbar sein, dann kann min-
destens der Textinhalt und die Struktur des Dokuments über die zugrundelie-
genden XML-Dateien zurückgewonnen werden.
Ein Textformat, das speziell für die Archivierung entwickelt wurde, ist das 
PDF/A-Format. Das Dateiformat wurde so konzipiert, dass Zeichensatz und 
die verwendeten Fonds in der jeweiligen Datei gespeichert werden. Ein Text-
dokument im PDF/A Format ist somit unabhängiger von der jeweiligen Platt-
form, auf der es dargestellt werden soll.
15 Anwendungsfelder in der Praxis
How to delete text from pdf with acrobat - delete, remove text from PDF file in C#.net, ASP.NET, MVC, Ajax, WinForms, WPF
Allow C# developers to use mature APIs to delete and remove text content from PDF document
how to delete text in pdf file; remove text from pdf acrobat
How to delete text from pdf with acrobat - VB.NET PDF delete text library: delete, remove text from PDF file in vb.net, ASP.NET, MVC, Ajax, WinForms, WPF
VB.NET Programming Guide to Delete Text from PDF File
delete text from pdf acrobat; erase text from pdf file
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
15-8
15.2 Bilddokumente
Markus Enders
Seitdem Anfang der 1990er Jahre Flachbettscanner nach und nach in die Büros 
und seit Ende der 1990er Jahre auch zunehmend in die Privathaushalte einzo-
gen, hat sich die Anzahl digitaler Bilder vervielfacht. Diese Entwicklung setzte 
sich mit  dem Aufkommen digitaler Fotoapparate fort und führte spätestens 
seit der Integration kleiner Kameramodule in Mobiltelefone und Organizer so-
wie entsprechender Consumer-Digitalkameras zu einem Massenmarkt. 
Heute ist es für Privatleute in fast allen Situationen möglich, digitale Images zu 
erzeugen und diese zu verschiedenen Zwecken weiterzubearbeiten. Der Markt 
bietet unterschiedliche Geräte zu unterschiedlichen Zwecken an: von kleinen 
Kompaktkameras  bis  zu  hochwertigen  Scanbacks  werden  unterschiedliche 
Qualitätsbedürfnisse befriedigt.
Entsprechend haben sich auch Softwarehersteller auf diesen Markt eingestellt. 
Um Bilddokumente nicht im Dateisystem eines Rechners verwalten zu müssen, 
existieren heute unterschiedliche Bildverwaltungsprogramme für Einsteiger bis 
hin zum Profifotografen.
Diese Entwicklung kommt auch den Gedächnisorganisationen zu gute. Ver-
gleichsweise günstige Preise ermöglichen es ihnen, ihre alten, analogen Ma-
terialien  mittels  spezieller  Gerätschaften  wie  bspw.  Scanbacks,  Buch-  oder 
Microfilmscannern zu digitalisieren und als digitales Image zu speichern. Auch 
wenn Texterfassungsverfahren über die Jahre besser geworden sind, so gilt die 
Authentizität eines Images immer noch als höher, da Erkennungs- und Erfas-
sungsfehler weitestgehend ausgeschlossen werden können. Das Image gilt so-
mit als „Digitales Master“, von dem aus Derivate für Online-Präsentation oder 
Druck erstellt werden können oder deren Inhalt bspw. durch Texterkennung / 
Abschreiben für Suchmaschinen aufbereitet werden kann.
Datenformate
Die seit über zwei Jahrzehnten statt findende Digitalisierung von Bildmateri-
alien hat zu einer Vielzahl unterschiedlicher Datenformate geführt. Gerade zu 
Beginn waren die technischen Faktoren limitierend, was aus Gründen schneller 
Implementierbarkeit und einfachen Handlings während des Betriebs zu „ein-
fachen“ technischen Lösungen führte. Diese waren teilweise so proprietär, dass 
sie nur von der Herstellersoftware gelesen und geschrieben werden konnten. 
.NET PDF Document Viewing, Annotation, Conversion & Processing
Redact text content, images, whole pages from PDF file. Annotate & Comment. Edit, update, delete PDF annotations from PDF file. Print.
how to copy text out of a pdf; erase text in pdf document
C# PDF Converter Library SDK to convert PDF to other file formats
Allow users to convert PDF to Text (TXT) file. can manipulate & convert standard PDF documents in other external third-party dependencies like Adobe Acrobat.
how to delete text in pdf converter; how to delete text in pdf using acrobat professional
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Datenaustausch stand zu Beginn der Digitalisierung nicht im Vordergrund, so-
dass nur ein Teil der Daten zu Austauschzwecken in allgemein anerkannte und 
unterstützte Formate konvertiert wurden.
Heute ermöglicht das Internet einen Informationsaustausch, der ohne standar-
disierte Formate gar nicht denkbar wäre. Der Begriff „Standard“ ist aus Sicht 
der Gedächnisorganisationen jedoch kritisch zu beurteilen, da „Standards“ häu-
fig lediglich so genannte “De-facto“-Standards sind, die nicht von offiziellen 
Standarisierungsgremien erarbeitet und anerkannt wurden. Ferner können der-
artige Standards bzw. deren Unterstützung durch Hard- und Softwarehersteller 
lediglich eine kurze Lebenserwartung haben. Neue Forschungsergebnisse kön-
nen schnell in neue Produkte und damit auch in neue Datenformate umgesetzt 
werden. 
Für den Bereich der Bilddokumente sei hier die Ablösung des GIF-Formats 
durch PNG (Portable Network Graphics) beispielhaft genannt. Bis weit in die 
1990er Jahre hinein war GIF der wesentliche Standard, um Grafiken im In-
ternet zu übertragen und auf Servern zu speichern. Dieser wurde aufgrund 
leistungsfähigerer Hardware, sowie rechtlicher Probleme durch das JPEG- und 
PNG-Format abgelöst. Heute wird das GIF-Format noch weitestgehend un-
terstützt, allerdings werden immer weniger Daten in diesem Format generiert. 
Eine Einstellung der GIF-Format-Unterstützung durch die Softwarehersteller 
ist damit nur noch eine Frage der Zeit.
Ferner können neue Forschungsansätze und Algorithmen zu neuen Datenfor-
maten führen. Forschungsergebnisse in dem Bereich der Wavelet-Komprimie-
rung sowie die Verfügbarkeit schnellerer Hardware führten bspw. zu der Erar-
beitung und Implementierung des JPEG2000 Standards, der wesentlich bessere 
Komprimierungsraten bei besserer Qualität liefert als sein Vorgänger und zeigt, 
dass heute auch hohe Komprimierungsraten bei verlustfreier Komprimierung 
erreicht werden können.
Verlustfrei ist ein Komprimierungsverfahren immer dann, wenn sich aus dem 
komprimierten Datenstrom die Quelldatei bitgenau rekonstruieren lässt. Ver-
lustbehaftete Komprimierungsverfahren dagegen können die Bildinformationen 
lediglich annäherungsweise identisch wiedergeben, wobei für das menschliche 
Auge Unterschiede kaum oder, je nach Anwendung, überhaupt nicht sichtbar 
sind.
Neben  dem oben  erwähnten  JPEG- oder  PNG-Format, findet heute vor 
allem das TIFF-Format für die Master-Images Einsatz. Dessen Spezifikation 
beschreibt allerdings lediglich den  prinzipiellen Aufbau  dieses Formats und 
lässt  viel  Raum  für  eigene  Erweiterungen  und  Komprimierungsmethoden. 
15 Anwendungsfelder in der Praxis
C# powerpoint - PowerPoint Conversion & Rendering in C#.NET
documents in .NET class applications independently, without using other external third-party dependencies like Adobe Acrobat. PowerPoint to PDF Conversion.
delete text pdf acrobat professional; delete text pdf
C# Word - Word Conversion in C#.NET
Word documents in .NET class applications independently, without using other external third-party dependencies like Adobe Acrobat. Word to PDF Conversion.
delete text from pdf with acrobat; how to delete text from a pdf in acrobat
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
15-10
Daher lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche Komprimierungsmethoden 
von einer Software unterstützt werden und welche Risiken mit deren Nutzung 
verbunden sind. So ist bspw. die LZW-Komprimierung für TIFF Images nach 
Bekannt werden des entsprechenden Patents auf den Komprimierungsalgorith-
mus aus vielen Softwareprodukten verschwunden. Als Folge daraus lassen sich 
LZW-komprimierte TIFF Images nicht mit jeder Software einlesen, die TIFF 
unterstützt. 
Aus Sicht der Langzeitarchivierung ist daher heute Stand der Technik die Nut-
zung des unkomprimierten TIFF-Formats für Graustufen- und Farbimages. 
Dies ist jedoch aufgrund des Platzbedarfs gerade für hochaufgelöste Images 
recht umstritten. Als Nachfolger wird derzeit der JPEG2000-Standard gehan-
delt, der vor allem in seiner verlustfreien Variante, dieselbe Qualität erreicht, 
jedoch wesentlich weniger Speicherplatz einnimmt. Derzeit behindert die man-
gelnde Unterstützung seitens der Softwarehersteller die Einsatzfähigkeit des 
neuen Formates: viele Programme können JPEG2000 nicht lesen oder schrei-
ben,  obwohl  mittlerweile  kostengünstige  Programmierlibraries  sowie  kleine 
Konvertierungstools auf dem Markt sind.
Für reine  schwarz-weiß (bitonale)  Images  hat  sich die FaxG4-Komprimie-
rung bewährt, da sie sehr gute Komprimierungsraten erlaubt und verlustfrei 
arbeitet.
Den oben genannten Dateiformaten ist gemein, dass sie von der Aufnahme-
quelle generiert werden müssen. Digitalkameras jedoch arbeiten intern mit einer 
eigenen an den CCD-Sensor angelehnten Datenstruktur. Dieser CCD-Sensor 
erkennt die einzelnen Farben in unterschiedlichen Sub-Pixeln, die nebeneinan-
der liegen, wobei jedes dieser Sub-Pixel für eine andere Farbe zuständig ist. Um 
ein Image in einem gängigen Rasterimageformat generieren zu können, müssen 
diese Information aus den Sub-Pixeln zusammengeführt werden – d.h. entspre-
chende Farb-/Helligkeitswerte werden interpoliert. Je nach Aufbau und Form 
des CCD-Sensors  finden unterschiedliche Algorithmen zur Berechnung des 
Rasterimages Anwendung. An dieser Stelle können aufgrund der unterschied-
lichen Strukturen bereits bei einer Konvertierung in das Zielformat Qualitäts-
verluste entstehen. Daher geben hochwertige Digitalkameras in aller Regel das 
sogenannte „RAW-Format“ aus, welches von vielen Fotografen als das Master-
Imageformat betrachtet und somit archiviert wird. Dieses so genannte „For-
mat“ ist jedoch keinesfalls standardisiert
7
. Vielmehr hat jeder Kamerahersteller 
7  Zu den Standarisierungsbestrebungen siehe 
http://www.openraw.org/info
sowie http://
www.adobe.com/products/dng/
VB.NET PDF: How to Create Watermark on PDF Document within
create a watermark that consists of text or image (such And with our PDF Watermark Creator, users need no external application plugin, like Adobe Acrobat.
how to erase text in pdf; delete text from pdf
C# Windows Viewer - Image and Document Conversion & Rendering in
standard image and document in .NET class applications independently, without using other external third-party dependencies like Adobe Acrobat. Convert to PDF.
deleting text from a pdf; remove text watermark from pdf online
[ Version 1.5 ]   15-11
ein eigenes RAW-Format definiert. Für Gedächnisinstitutionen ist diese Art der 
Imagedaten gerade über längere Zeiträume derzeit nur schwer zu archivieren. 
Daher wird zumeist auch immer eine TIFF- oder JPEG2000 Datei zusätzlich 
zu den RAW-Daten gespeichert. 
Die Wahl eines passenden Dateiformats für die Images ist, gerade im Rahmen 
der Langzeitarchivierung, also relativ schwierig. Es muss damit gerechnet wer-
den, dass Formate permanent auf ihre Aktualität, d.h. auf ihre Unterstützung 
durch Softwareprodukte, sowie auf ihre tatsächliche Nutzung hin überprüft 
werden müssen. Es kann davon ausgegangen werden, dass Imagedaten von 
Zeit zu Zeit in neue Formate überführt werden müssen, wobei unter Umstän-
den auch ein Qualitätsverlust in Kauf genommen werden muss.
Bedeutung der Metadaten für die Archivierung
Die Speicherung und Lagerung der Imagedaten über längere Zeiträume kann 
dazu führen, dass Daten nur noch teilweise lesbar sind. Ebenfalls können Daten 
durch fehlerhafte Konvertierungsprozesse zerstört werden. Die Probleme, die 
zu bewältigen sind, sind vielfältig:
Während der Lagerung und Konvertierung von Daten ist der Kontext einzel-
ner Images beizubehalten. D.h. die Zugehörigkeit einzelner Seiten oder anderer 
digitalisierter Objekte zu einem größeren Kontext (bspw. eines Buches) muss 
sichergestellt werden. Dazu ist es gerade für die Langzeitarchivierung ratsam, 
entsprechende Daten zusätzlich zu externen Metadatensätzen auch direkt im 
jeweiligen Image unterzubringen. Das TIFF-Dateiformat kennt dazu bzw. die 
TIFF-Tags PAGENAME, DOCUMENTNAME und IMAGEDESCRIPTI-
ON, um Informationen zu dem jeweiligen Image zu speichern. Da es sich um 
freie Textfelder handelt, ist prinzipiell das Abspeichern von XML-Strukturen 
innerhalb des Feldes möglich.
•  PAGENAME  kann  bspw.  die  jeweilige  Seitennummer  innerhalb des 
Buches enthalten. Auch wenn bspw. der Dateiname eines Images verlo-
ren geht, kann immer die Reihenfolge der verschiedenen Imagedateien 
innerhalb des übergeordneten Kontexts bestimmt werden.
•  DOCUMENTNAME sollte Informationen zum übergeordneten Kon-
text enthalten, die diesen eindeutig identifizieren. Dies kann der Titel, der 
Autor oder aber auch der Identifier (bspw. die ISBN oder eine Katalog-
nummer) sein.
•  IMAGEDESCRIPTION  kann  weiterführende  Informationen  zum 
Kontext  des Images  enthalten,  bspw. die  komplette  bibliographische 
Information. 
15 Anwendungsfelder in der Praxis
C# Excel - Excel Conversion & Rendering in C#.NET
Excel documents in .NET class applications independently, without using other external third-party dependencies like Adobe Acrobat. Excel to PDF Conversion.
how to remove highlighted text in pdf; how to delete text in pdf document
VB.NET PowerPoint: VB Code to Draw and Create Annotation on PPT
other documents are compatible, including PDF, TIFF, MS free hand, free hand line, rectangle, text, hotspot, hotspot more plug-ins needed like Acrobat or Adobe
how to delete text in pdf converter professional; delete text in pdf file online
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
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Für die Langzeitarchivierung sind auch Metadaten hinsichtlich der Generie-
rung sowie des Generierungsprozesses wichtig. Informationen zur eingesetzten 
Hard- und Softwareumgebung hilfreich sein, um später bestimmte Gruppen zur 
Bearbeitung bzw. Migration (Formatkonvertierungen) auswählen zu können.
Im klassischen Sinn werden Formatmigrationen zwar anhand des Dateiformats 
ausgewählt. Da jedoch Software selten fehlerfrei arbeitet, muss bereits bei der 
Vorbereitung der Imagedaten Vorsorge getroffen werden entsprechende Da-
teigruppen einfach selektieren zu können, um später bspw. automatische Kor-
rekturalgorithmen oder spezielle Konvertierungen durchführen zu können.
Ein nachvollziehbares und in der Vergangenheit real aufgetretenes Szenario 
ist bspw. die Produktion fehlerhafter PDF-Dateien auf Basis von Images mit-
tels einer defekten Programmbibliothek. Diese so genannten „Libraries“ wer-
den von verschiedenen Softwareherstellern häufig nur zugekauft, sodass deren 
Interna ihnen unbekannt sind. Tritt in dieser Programmbibliothek ein Fehler 
auf, so ist dieser eventuell für den Programmierer nicht auffindbar, da er seine 
selbst erzeugten Dateien nicht wieder einliest. Dies gilt vor allem für klassische 
Exportfunktionen.
In  dem  oben  erwähnten  Szenario  erzeugte  die  entsprechende  Programm-
bibliothek nur unter dem Solaris Betriebssystem fehlerhafte PDF-Dateien, bei 
denen ein „.“ (Punkt) durch ein „,“ ersetzt wurde. Kritisch für die Langzeit-
archivierung wird der Fall dann, wenn einige Softwareprodukte solche Daten 
unbeanstandet laden und anzeigen, wie in diesem Fall der Adobe PDF-Reader. 
„Schwierigkeiten“ machten dagegen OpenSource Programme wie Ghostscript 
sowie die eingebauten Postscript-Interpreter einiger getesteter Laserdrucker.
Letztlich kann dies dazu führen, dass solche Daten über Monate oder Jahre 
hinweg produziert werden. Werden entsprechende Informationen zur  tech-
nischen Laufzeitumgebung zu jedem einzelnen Image gespeichert, kann das 
Data-Management eines Langzeitarchivierungssystem entsprechende Dateien 
identifizieren und für eine Fehlerbehebung selektieren. 
Die besondere Gefahr bei der Be- und Verarbeitung dieser so genannten „Em-
bedded“-Metadaten besteht darin, dass sie, obwohl von Standards vorgesehen 
häufig nicht durch entsprechende Implementierungen berücksichtigt werden. 
D.h. diese Metadaten gehen häufig beim Speichern nach einem Bearbeitungs-
schritt verloren. Für die Langzeitarchivierung bedeutet dies, dass diese Meta-
daten direkt vor dem Einspielen in das Langzeitarchivierungssystem überprüft 
und ggf. erzeugt werden müssen.
[ Version 1.5 ]   15-13
Technische Metadaten für Imagedateien
Jede Datei hat aufgrund ihrer Existenz technische Metadaten. Dies sind so 
genannte formatunabhängige Metadaten, die u.a. auch dazu dienen können die 
Authentizität eines Images zu beurteilen. Checksummen sowie Größeninfor-
mationen können Hinweise darauf geben, ob ein Image im Langzeitarchiv mo-
difiziert wurde.
Darüber hinaus gibt es formatspezifische Metadaten. Diese hängen direkt vom 
eingesetzten Dateiformat ab und enthalten bspw. allgemeine Informationen 
über ein Image:
•  Bildgröße in Pixel und Farbtiefe
•  Information über das Subformat – also bspw. Informationen zum an-
gewandten  Komprimierungsalgorithmus,  damit  der  Datenstrom  auch 
wieder entpackt und angezeigt werden kann.
Diese Daten lassen sich direkt aus einer Imagedatei gewinnen. Das Tool JHO-
VE ist bspw. in der Lage diese Daten zu erzeugen und als XML-Datei auszuge-
ben. Im Rahmen der Langzeitarchivierung können diese Informationen sinnvoll 
bspw. zur Selektion von Daten verwendet werden, indem Migrationsprozesse 
abhängig von der jeweiligen Farbtiefe andere Zielformate definieren.
Generierungsprozess von Images
Um Images zu Einheiten zu gruppieren und diese entsprechend mit Meta-
daten zu beschreiben, ist der Einsatz von so genannten Containerformaten 
sinnvoll. Diese beschreiben ein komplexes Objekt, welches durch ein oder meh-
rere Images wiedergegeben wird. Diese Daten sind nicht innerhalb der Images 
gespeichert, sondern liegen teilweise redundant außerhalb des digitalen Objekts 
vor.
Ein entsprechendes Containerformat, das ein Archivsystem zum Einspielen 
der Images benötigt, könnte bspw. METS oder MPEG-21 DIDL sein.
Die Information zum Kontext sowie die entsprechenden Metadaten können 
selten sinnvoll in einem Arbeitsschritt erfasst werden. Vielmehr ist der Einsatz 
spezieller Software zur Steuerung von Geschäftsprozessen sinnvoll, die diese 
Daten erfasst, den einzelnen Images zuordnet und anschließend zusammen als 
ein Paket mit den Images an das Langzeitarchivierungssystem überführt. Wer-
den Informationen zu einzelnen Arbeitsschritten erfasst, ist nachträglich auch 
die Beurteilung der Imagequalität im Langzeitarchiv möglich, da bspw. entspre-
15 Anwendungsfelder in der Praxis
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
15-14
chende Be- und Verarbeitungsmaßnahmen Rückschlüsse auf die ursprünglich 
erzeugte Imagedatei zulassen.
Ausblick  auf  die  Aufbereitung  von  Imagedaten  zur 
Langzeitarchivierung
Da es heute für die Generierung und Speicherung von Imagedaten bewährte 
Technologien gibt, hängt die Möglichkeit Bilddokumente langfristig zu archi-
vieren und in einer ihrem Originalzustand entsprechenden oder weitgehend 
angenäherten Qualität verfügbar zu machen, von der Berücksichtigung der o. 
g. Faktoren ab.
Generell lässt sich sagen, dass eine genaue Planung und Dokumentation hin-
sichtlich  eingesetzter  Software, benutzter  Formate  und  erfasster  Metadaten 
diese Aufgabe vereinfachen wird. Ferner wird zukünftig Software zur Verwal-
tung und Steuerung von Geschäftsprozessen, gerade bei der Generierung von 
Bilddokumenten, die Kosten zur Erfassung dieser zusätzlichen Informationen 
senken. Nicht zuletzt deswegen ist zu hoffen, dass die Kosten für die Langzeit-
archivierung von Bilddokumente sinken, auch wenn deren Produktionskosten 
zunächst leicht ansteigen werden.
[ Version 1.5 ]   15-15
15.3 Multimedia/Komplexe Applikationen
Winfried Bergmeyer
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts bestanden die kulturellen Erzeugnisse, 
die ihren Weg in Bibliotheken, Archive und Museen fanden, in der Regel aus 
Büchern, Zeichnungen, Gemälden und anderen Medien, deren Nutzung ohne 
technische Hilfsmittel erfolgen konnte. Mit Erfindung der Fotografie, des Films 
und der Tonaufzeichnung hat sich das Spektrum der kulturellen Produktion 
neue Medien erschlossen, die das Kulturschaffen bzw. dessen Aufzeichnung re-
volutionierten, dabei aber technische Hilfsmittel in Form von Tonbandgeräten 
oder Schallplattenspielern für deren Nutzung erforderlich machten. Zum Ende 
des ausgehenden 20. Jahrhunderts erlebten wir mit der Revolution der Infor-
mationstechnologie eine weitere, tief greifende Veränderung. Nicht nur, dass 
mit dem Internet und dem Aufkommen multimedialer Anwendungen neuartige 
Kommunikations- und Ausdrucksformen entstanden, auch wurden und wer-
den analoge Objekte zum Zweck der Langzeitbewahrung und der Langzeitver-
fügbarkeit in das digitale Format überführt. Diese digitalen Objekte sind ohne 
entsprechende Interpretation der Bitströme durch Computer nicht nutzbar und 
damit verloren. Der Auftrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes erfordert an-
gesichts dieser Abhängigkeiten neue Konzepte für deren Sicherung und Nutz-
barkeit in Bibliotheken, Archiven und Museen. 
Der Begriff „Multimedia“ bedarf in diesem Zusammenhang einer genaueren 
Erklärung
8
. Eigentlich beinhalten multimediale Objekte zumindest  zwei un-
terschiedliche Medien, z. B. Ton- und Bildfolgen. Mittlerweile hat sich dieser 
Begriff allerdings für die Bezeichnung von Objekten mit nichttextuellen Inhal-
ten eingebürgert. Wir werden den Begriff hier in dieser letztgenannten Form 
verwenden. 
Vor allem im Audio- und Videobereich steht die technische Entwicklung in 
Abhängigkeit mit der permanenten Erschließung neuer kommerzieller Märkte. 
Damit ergibt sich das Problem der Obsoleszens von Hardware, Software und 
Dateiformaten, angeschoben durch den Innovationsdruck des Marktes. Ein 
Blick auf den Bereich der Tonaufzeichnung zeigt im z. B. im Hardwarebereich 
seit den Wachszylindern ein vielfältiges Entwicklungsspektrum über Schallplat-
te, Tonband, Kassette, Diskette, CD-ROM und DVD, deren Innovationszyklen 
8  Das Wort „Multimedia“ wurde 1995 durch die Gesellschaft für deutsche Sprache zum „Wort 
des Jahres“ erklärt. 1995 stand der Begriff vor allem für die interaktiven Innovationen im 
Bereich der Computertechnologie. 
15 Anwendungsfelder in der Praxis
nestor Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung
15-16
sich sogar beschleunigen. Keines der Medien ist rückwärts kompatibel und ein 
Ende der technischen Fort- und Neuentwicklung ist nicht in Sicht. Dies erfor-
dert für die kulturbewahrenden Institutionen erhebliche finanzielle, technische 
und personelle Anstrengungen. In der Bestandserhaltung rücken die inhaltser-
haltenden Maßnahmen, beschleunigt durch den Trend zur digitalen Herstellung 
von Publikationen, sowie zur Digitalisierung von analogem Material, immer 
stärker in den Mittelpunkt
9
Mit den sich verändernden Distributionsformen (Video-on-Demand, Filesha-
ring u. a.) entstehen zudem neue Notwendigkeiten für die Sicherung der Ur-
heber- und Verwertungsrechte in Form des „Digital Rights Management“ mit 
Nutzungslimitierungen, die weitreichende Folgen für die Langzeitarchivierung, 
vor allem im Bereich der audiovisuellen Medien, mit sich bringen. 
Besondere Anforderungen sind an die Erfassung der deskriptiven, technischen 
und administrativen Metadaten zu stellen. An dieser Stelle sollen nicht die ver-
schiedenen Metadatensysteme aufgezählt werden
10
, dennoch sei darauf hinge-
wiesen, dass für die nichttextuellen Medien  hier ein größerer Dokumentations-
bedarf vorhanden ist. Allein die Benennung der (Container-)Formatspezifika-
tionen ist sehr umfangreich, z. B. bei Rastergrafiken Farbrauminformationen 
oder Kompressionsverfahren und deren Einstellungen. 
Mit dem Konzept des Universal Virtual Computer (UVC) ist ein Ansatz vor-
handen, die Komplexität der Erhaltung und Erfassung von digitalen Medien-
objekten zu vereinfachen
11
. Im Prinzip werden dabei die Objekten in schema-
tisierter Form in XML mit entsprechender DTD aufgenommen ohne dabei 
die Objekte beständig in neue Formate zu migrieren. Der Kerngedanke ist 
die Entwicklung eines virtuellen Computers, der in jeder Umgebung lauffähig 
ist und die jeweils notwendigen Programme zur Umsetzung der Mediendaten 
emuliert
12
. Das Konzept des UVC wird allerdings wohl nicht für komplexe Ap-
9  Royan, Bruce und Cremer, Monika: Richtlinien für Audiovisuelle und Multimedia-Materi-
alien in Bibliotheken und anderen Institutionen, IFLA Professional Reports No. 85, http://
www.ifla.org/VII/s35/index.htm#Projects (21.12.2007).
10  Hingewiesen sei u. a. auf MPEG-7 als „Multimedia Content Decription Interface“ hingewie-
sen werden, das bereits von zahlreichen Institutionen verwendet wird. Siehe dazu: http://
www.chiariglione.org /mpeg/standards /mpeg-7/mpeg-7.htm (1.2.2008)
11  Lorie, R. A.: Lang-Tem Archiving of Digital Information. Techn. Bericht RJ-10185 (95059). 
San Jose, CA: IBM Almaden Research Center, 2000.
12  Beispielhaft wurde dies an der Königlichen Bibliothek der Niederlande für Bildobjekte um-
gesetzt.  Siehe  dazu:  http://www.kb.nl/hrd/dd/dd_onderzoek/uvc_voor_images-en.html 
(3.2.2008)
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